Darstellung
Bewegungslicht
Das Bewegungslicht ist die klassische Treppenhausfunktion: Bewegung schaltet Leuchten ein, nach einer Nachlaufzeit gehen sie wieder aus. Gebraucht wird das nicht nur im Treppenhaus, sondern ebenso im Flur, in der Garage, im WC oder im Keller.
Sie legen dafür beliebig viele Instanzen an, etwa eine pro Bereich. Jede Instanz verbindet ausgewählte Auslöser — Bewegungsmelder, Taster, Türkontakte — mit ausgewählten Leuchten. Nachlaufzeit, Automatik und „Dauer ein“ jeder Instanz sind Systemvariablen: Sie können sie für die App freigeben, und Automationen und Szenen können sie ändern.


Übersicht
Die Tabelle zeigt jede Instanz mit Name, Status, der Anzahl ihrer Auslöser und Leuchten, der Nachlaufzeit unter Nachlauf sowie Zuletzt geändert. Der Status zeigt, was die Instanz gerade tut:
- Aus — wartet auf den nächsten Auslöser,
- Ein, Bewegung erkannt — ein Bewegungsmelder meldet noch Bewegung,
- Ein, noch … — die Nachlaufzeit läuft,
- Vorwarnung, noch … — die Leuchten warnen vor dem Ausschalten,
- Gesperrt, noch … — nach einem Ausschalten von Hand,
- Automatik aus bzw. Dauer ein — siehe Systemvariablen.
Die Spalten Automatik aktiv und Dauer ein schalten die Instanz direkt aus der Liste. Unter Aktionen stehen Bearbeiten und Löschen.
Instanz anlegen
Mit Neue Instanz öffnen Sie den Editor. Oben stehen der Name der Instanz sowie Abbrechen und Speichern.


Name
Ein sprechender Name, etwa „Treppenhaus“. Er erscheint auch in der Kategorie der Systemvariablen.
Auslöser
Jeder Auslöser besteht aus Gerät, Wert und Art. Zur Auswahl stehen die Meldewerte von Sensoren, die Ein/Aus melden — Bewegungs- und Präsenzmelder, Tür- und Fensterkontakte, Binäreingänge —, sowie die Meldungen von Tastern. Wartungswerte wie Erreichbarkeit oder Batterie fehlen in der Liste.
Die Art bestimmt, wie der Auslöser wirkt:
- Bewegung (hält an) — Das Licht bleibt an, solange der Auslöser aktiv meldet. Die Nachlaufzeit beginnt erst, wenn keiner der Auslöser dieser Art mehr aktiv ist. Ein Türkontakt mit dieser Art hält das Licht, solange die Tür offen ist.
- Impuls (Taster/Kontakt) — Jede Meldung (Tastendruck, Tür auf) schaltet ein und startet die Nachlaufzeit neu. Meldet gleichzeitig ein Bewegungsmelder noch Bewegung, wartet die Nachlaufzeit auf dessen Ende.
Beim Wählen des Werts schlägt die Seite die Art vor: Taster immer Impuls, Bewegungs- und Präsenzwerte Bewegung, alles andere Impuls. Sie können den Vorschlag ändern. Weitere Zeilen fügen Sie mit Auslöser hinzufügen an.
Eine Leuchte kann nicht ihr eigener Auslöser sein: Den Status- oder Helligkeitswert einer Leuchte der Instanz als Auslöser derselben Instanz lehnt die Seite beim Speichern ab.
Leuchten
Mit Leuchte hinzufügen wählen Sie die Leuchten aus, nach Räumen gruppiert. Zur Auswahl stehen schaltbare Leuchten und Schaltaktoren, jede nur einmal pro Instanz.
Nachlauf
Nachlaufzeit (Sekunden) — wie lange das Licht nach dem letzten Auslöser an bleibt, mindestens 5 Sekunden.
Bei einer gespeicherten Instanz stehen hier zusätzlich Automatik aktiv und Dauer ein. Diese Felder und die Nachlaufzeit schreiben direkt in die Systemvariablen: Eine Änderung wird sofort übernommen, nicht erst beim Speichern der Instanz. „Dauer ein“ hat Vorrang: Solange es an ist, bleiben die Leuchten an.
Helligkeit
Unter Einschalten legen Sie fest, wann ein Auslöser das Licht einschaltet:
- Immer,
- Nur nachts — zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang (Systemvariable
NIGHT), - Nur bei Dunkelheit (Sensor) — nur, wenn der Helligkeitssensor mit dem gewählten Wert unter dem Schwellwert (lx) liegt.
Die Helligkeit wird nur geprüft, solange die Leuchten aus sind. Brennt das Licht, verlängert jede Bewegung die Nachlaufzeit, auch wenn der Sensor im selben Raum jetzt die eigene Beleuchtung misst. Ist noch kein Messwert bekannt oder weiß der Controller kurz nach dem Start noch nicht, ob Nacht ist, schaltet die Instanz ein — lieber Licht als Dunkelheit.
Extras
Jedes Extra schalten Sie einzeln zu:
- Vor dem Ausschalten warnen mit Warnzeit (Sekunden) — Ist die Nachlaufzeit abgelaufen, gehen dimmbare Leuchten auf die Hälfte ihrer aktuellen Helligkeit, Schaltaktoren gehen etwa eine Sekunde lang aus und wieder an. Erst nach der Warnzeit geht das Licht aus. Ein Auslöser in dieser Zeit stellt die Helligkeit wieder her und startet die Nachlaufzeit neu.
- Einschalthelligkeit festlegen mit Helligkeit (%) — Dimmbare Leuchten gehen auf diesen Wert statt auf 100 %. Das Extra legt die Systemvariable „Einschalthelligkeit (%)“ an.
- Nach manuellem Ausschalten sperren mit Sperrzeit (Sekunden) — siehe Von Hand schalten.
Am Ende der Seite nennt ein Hinweis die Kategorie der Systemvariablen dieser Instanz; Zu den Systemvariablen führt zur Seite Variablen.
Wie eine Instanz schaltet
- Einschalten: Die Instanz schaltet nur Leuchten ein, die gerade aus sind, und merkt sich genau diese als ihre eigenen. Leuchten, die schon an waren, fasst sie nicht an und schaltet sie später auch nicht aus. Sind alle schon an, geschieht nichts. Dimmbare Leuchten gehen auf 100 % oder auf die Einschalthelligkeit, Schaltaktoren einfach ein.
- Ausschalten: Nach der Nachlaufzeit (und gegebenenfalls der Warnzeit) gehen nur die eigenen Leuchten aus.
- Leuchte in mehreren Instanzen: Eine Leuchte geht erst aus, wenn keine Instanz sie mehr als eigene führt. Hat Instanz A sie eingeschaltet, ist sie für Instanz B schon an.
- Neustart: Leuchten, die eine Instanz eingeschaltet hatte, bekommen nach einem Neustart des Controllers eine frische Nachlaufzeit. Nichts bleibt ewig an, und niemand steht schlagartig im Dunkeln. „Dauer ein“ übersteht den Neustart.
Von Hand schalten
- Von Hand ausgeschaltet: Schaltet jemand eine eigene Leuchte der Instanz von Hand aus, gibt die Instanz sie frei. Sind alle eigenen Leuchten frei, ist die Instanz wieder aus. Mit dem Extra Nach manuellem Ausschalten sperren ignoriert sie danach Auslöser für die Sperrzeit — wer beim Hinausgehen am Taster ausschaltet, wird nicht vom Bewegungsmelder gleich wieder ins Licht gesetzt.
- Von Hand gedimmt: Die Leuchte bleibt eine eigene und geht am Ende der Nachlaufzeit trotzdem aus.
- Von Hand eingeschaltet: Eine Leuchte, die jemand selbst eingeschaltet hat, übernimmt die Instanz nicht. Sie bleibt an, bis sie jemand ausschaltet.
Systemvariablen
Jede Instanz bekommt eigene Systemvariablen in der Kategorie „Bewegungslicht – ‹Name der Instanz›“. ‹n› in der ID ist die Nummer der Instanz. Sie ändert sich nie und wird nach dem Löschen nicht wieder vergeben.
| ID | Name | Typ | Startwert |
|---|---|---|---|
MOTIONLIGHT_‹n›_DELAY | Nachlaufzeit (s) | Ganzzahl | Nachlaufzeit aus dem Editor |
MOTIONLIGHT_‹n›_ENABLED | Automatik aktiv | Ein/Aus | Ein |
MOTIONLIGHT_‹n›_PERMANENT | Dauer ein | Ein/Aus | Aus |
MOTIONLIGHT_‹n›_LEVEL | Einschalthelligkeit (%) | Ganzzahl | Helligkeit aus dem Editor; nur mit dem Extra Einschalthelligkeit festlegen |
Sobald die Instanz gespeichert ist, gilt der Wert der Systemvariablen, nicht mehr der Startwert.
- Automatik aktiv aus: Auslöser werden ignoriert. Eine laufende Nachlaufzeit endet regulär, Auslöser verlängern sie aber nicht mehr.
- Dauer ein an: Alle Leuchten der Instanz gehen an, unabhängig von der Helligkeit, und bleiben an. Eine Sperre endet. Dauer ein aus: Es läuft genau eine normale Nachlaufzeit ab, auch wenn Automatik aktiv aus ist — sonst bliebe das Licht an, bis jemand vorbeikommt.
- Nachlaufzeit und Einschalthelligkeit wirken ab dem nächsten Start der Nachlaufzeit bzw. ab dem nächsten Einschalten. Ein Wert unter 5 Sekunden bzw. außerhalb von 1–100 % gilt nicht; die Instanz verwendet dann den Startwert.
In der App erscheinen die Variablen erst, wenn Sie sie unter Variablen als Editierbar freigeben — das Bewegungslicht entscheidet das nie selbst. Automationen und Szenen setzen sie wie jede andere Variable, etwa „Dauer ein“ während einer Feier oder „Automatik aktiv“ aus, solange niemand zu Hause ist. Löschen lassen sich die Variablen nicht, solange die Instanz besteht. Wird die Instanz umbenannt, ziehen Name und Kategorie nach; die IDs bleiben, Automationen sind nicht betroffen.
Adaptives Licht
Hängt eine Leuchte auch in einer Instanz des Adaptiven Lichts, schreibt dieses weiter die Farbtemperatur. Die Helligkeit überlässt es dem Bewegungslicht, wenn die Instanz eine Einschalthelligkeit festlegt. Das Dimmen der Vorwarnung zählt dort nicht als Eingriff von Hand.
Instanzen ändern und löschen
Eine geänderte Instanz arbeitet nach dem Speichern sofort mit den neuen Einstellungen weiter. Brennt ihr Licht gerade, behält sie ihre eigenen Leuchten und beginnt eine frische Nachlaufzeit. Eine Leuchte, die Sie aus der Instanz entfernen, schaltet sie aus, wenn sie sie selbst eingeschaltet hatte. Schalten Sie Einschalthelligkeit festlegen ab, wird die Systemvariable „Einschalthelligkeit (%)“ gelöscht.
Löschen fragt vorher nach: Die Instanz und ihre Systemvariablen werden gelöscht, und Automationen, die diese Variablen verwenden, greifen danach ins Leere. Leuchten, die die Instanz eingeschaltet hatte, gehen aus.
Aus- und Einschalten, Zurücksetzen
Schalten Sie die Funktion aus, bleiben Leuchten so, wie sie sind, und die Systemvariablen bestehen weiter, damit Automationen nicht ins Leere greifen. Beim Einschalten bekommen die Leuchten, die eine Instanz eingeschaltet hatte, eine frische Nachlaufzeit.
Zurücksetzen löscht alle Instanzen und alle ihre Systemvariablen.